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Der Korb voll Glück: Warum ein Besuch auf den Rheingauer Wochenmärkten Pflicht ist

27. Januar 20264 min Lesezeit
Der Korb voll Glück: Warum ein Besuch auf den Rheingauer Wochenmärkten Pflicht ist - Rheingau Kompass Blog

Es gibt kaum eine schönere Art, das Wochenende einzuläuten oder die Woche zu unterbrechen. Der Duft von frischem Sauerteigbrot mischt sich mit dem Geruch von gebratenen Würstchen, Kaffeebohnen und saisonalen Blumen. Stimmengewirr liegt in der Luft und überall sieht man Menschen, die mit gefüllten Körben und einem Glas Riesling in der Hand an Stehtischen lehnen.

Willkommen auf dem Wochenmarkt im Rheingau.

Für uns ist der Marktbesuch weit mehr als nur das Abarbeiten einer Einkaufsliste. Es ist ein gesellschaftliches Ereignis. Hier trifft man sich, hier tauscht man Neuigkeiten aus und hier spürt man den Puls der Region am deutlichsten. Wer verstehen will, wie der Rheingau tickt, muss nicht ins Museum gehen, sondern Samstagmorgens auf den Markt.

Warum ihr als Besucher unbedingt hingehen solltet Viele Touristen lassen die Märkte links liegen, weil sie denken, dass man dort nur Kartoffeln und Salat kaufen kann. Das ist ein Fehler.

  1. Das echte Leben: Hier inszeniert sich nichts für Touristen. Hier kaufen die Großmutter und der Sternekoch gleichermaßen ein. Authentischer geht es nicht.

  2. Die essbaren Souvenirs: Statt Magneten oder Postkarten findet ihr hier den Honig vom Imker nebenan, den Senf aus der historischen Mühle oder die Wurstspezialitäten vom lokalen Metzger. Das sind Mitbringsel, die wirklich Freude machen.

  3. Das Marktfrühstück: Das ist im Rheingau fast eine Religion. Man kauft nicht nur ein, man isst vor Ort. Ein Fleischwurstbrötchen auf die Hand, ein frischer Kaffee oder (natürlich) das erste Glas Wein des Tages gehören einfach dazu.

Damit ihr wisst, wo ihr hinmüsst, haben wir unsere Favoriten für euch gecheckt.

1. Wochenmarkt Wiesbaden Zugegeben, Wiesbaden ist die Stadt vor dem Rheingau, aber dieser Markt ist das Tor zur Genussregion und für viele Rheingauer ein fester Termin. Er findet auf dem Dern'schen Gelände statt und ist riesig.

  • Das Besondere: Die schiere Auswahl ist überwältigend. Vom französischen Käseaffineur bis zum Rheingauer Winzerstand ist alles da. Die Kulisse mit der Marktkirche im Hintergrund ist absolut filmreif.

  • Unser Tipp: Geht zum Stand der Kaffeerösterei für einen Espresso und holt euch danach eine "Rieslingsuppe" oder ein klassisches Marktfrühstück an den Weinständen.

  • Wann und wo: Dern'sches Gelände, Wiesbaden. Mittwochs und samstags von 7:00 bis 14:00 Uhr.

2. Wochenmarkt Geisenheim Geisenheim ist als Lindenstadt bekannt und genau hier, unter den alten Bäumen vor dem Rheingauer Dom, spielt sich das Leben ab.

  • Das Besondere: Dieser Markt ist der Treffpunkt für den Start ins Wochenende. Da er freitagsnachmittags stattfindet, geht der Einkauf oft nahtlos in den "Dämmerschoppen" über. Hier treffen sich Studenten der Wein-Uni, Alteingesessene und Besucher. Die Atmosphäre ist jung, lebendig und sehr entspannt.

  • Unser Tipp: Deckt euch hier mit frischem Käse und Brot ein und macht anschließend ein Picknick am nahegelegenen Rheinufer.

  • Wann und wo: Domplatz, Geisenheim. Freitags von 14:00 bis 18:00 Uhr.

3. Wochenmarkt Eltville Eltville am Rhein wird nicht umsonst Stadt der Rosen, des Weines und des Sektes genannt. Der Markt ist kleiner als in Wiesbaden, aber unglaublich charmant.

  • Das Besondere: Die Lage ist kaum zu toppen. Nur wenige Meter vom Rheinufer entfernt, bummelt man hier durch die Stände. Es geht hier etwas ruhiger und gediegener zu.

  • Unser Tipp: Verbindet den Marktbesuch mit einem Spaziergang durch den Kurfürstlichen Burggraben, wo im Sommer die Rosen blühen.

  • Wann und wo: Parkplatz Weinhohle (nahe der Innenstadt), Eltville. Donnerstags von 8:00 bis 13:00 Uhr.

4. Der Genuss-Treff: Wochenmarkt Hochheim Hochheim ist das Tor zum Rheingau und bekannt dafür, dass hier Wein und Lebensfreude untrennbar zusammengehören. Der Markt auf dem Platz an der Alten Malzfabrik ist dafür der beste Beweis.

  • Das Besondere: Hier wird das Marktfrühstück besonders zelebriert. Jeden Samstag präsentiert sich ein anderer Hochheimer Winzer mit seinen Weinen direkt auf dem Markt. Dazu gibt es eine fantastische Auswahl an regionalen Erzeugern, von frischem Fisch bis zu Wildspezialitäten.

  • Unser Tipp: Startet hier mit einem Glas Hochheimer Hölle in den Tag und spaziert danach durch die Weinberge zum berühmten Königin-Viktoria-Denkmal. Der Blick von dort oben ist einzigartig.

  • Wann und wo: Marktplatz (Alte Malzfabrik), Hochheim am Main. Dienstags 9:00 bis 14:00 Uhr von Samstags von 8:00 bis 13:00 Uhr.

Fazit: Leere Taschen, voller Bauch Ein Besuch auf dem Wochenmarkt erdet. Man sieht, wo die Lebensmittel herkommen, man spricht mit den Erzeugern und man entschleunigt sofort. Egal ob ihr in Geisenheim in den Feierabend startet oder in Wiesbaden das große Samstagmorgen-Gefühl sucht, wir versprechen euch, dass ihr mit vollen Taschen und einem noch besseren Gefühl nach Hause geht.